Freitag, 30. Mai 2014

In love with...

...Budapest!







Baba Eis und Schnee, hallo Frühling und Reiselust! Zeit für einen kleinen Ausflug, partnerschaftlich nur zu zweit. Nach Venedig, in die Toskana, in ein Wellnesshotel in der Alpenregion?  Nein, nein, nein. Schon zu lange lässt mich der Vorsatz nicht los, mal wieder in die Stadt meines Herzens zu reisen: Nach Budapest. Ein paar Klicks durch das Netz bestärken diesen Plan – etliche Lokale u.ä. mit hohem Da-muss-ich-unbedingt-hin-Faktor!

Schnell stoße ich dann auch noch auf ein passendes Hotel. Besser gesagt auf zwei, die in die engere Auswahl kommen: Das „Cosmo City Hotel“ und – sehr interessant – das „Brody House“.


Das „Brody“ scheint ein unglaublich interessanter Ort zu sein. Zitat, der Homepage entnommen: „The Concept — our own stone soup... Brody House was founded in 2009 as a hub for creativity and innovation. We are developing a unique and inspiring portfolio of venues for our members and guests who enjoy the vibrant scene of events, parties, gatherings and happenings.“ Einerseits ein etwas anderes B&B, mit auffällig innovativ gestalteten Räumen, andererseits aber auch ein Club für Kreative aller Art. Die Fotos sprechen für sich.

Dennoch verschieben wir das „Brody“ auf das nächste Mal und entscheiden uns für das Cosmo, da wir sehr kurzfristig buchen und dort noch ein passendes Zimmer frei ist. 

Anreise natürlich mit dem Zug. Wann und wo möglich, immer unsere liebste Art zu reisen. Innerhalb Ungarns zudem noch eine sehr günstige Variante. (1. Klasse, von Szombathely nach Budapest umgerechnet ca. 20,-€). Fahrpläne sind online (hier) abrufbar. 

In unserem Abteil fühlen wir uns ein wenig wie auf einer Zeitreise. Sehr nostalgisch, aber sauber und gemütlich. 









Vom Bahnhof geht es mit dem Taxi zum Hotel. Mit dem
Bus wäre zwar auch möglich, aber diesen Luxus gönnen wir uns jetzt. Kostet außerdem auch überraschend wenig. Die Tarife sind auf den Taxis selbst angeschrieben.


Das Hotel hält was es verspricht. Freundliches Personal, alles
ordentlich und das Zimmer schön hell. Nur: Pink und Violett muss man ertragen können. 









Danach machen wir uns auf die Suche nach Essbarem. Es verschlägt uns ins La Cucina
Wir befürchten eine typische Touristen-Abzocke, da direkt in der Váci Utca und neben einem Hotel gelegen, versuchen es aber aus mangelnder Motivation noch weiter zu suchen dennoch und werden dabei positiv überrascht. Sogar frische Champignons auf der wirklich gut gemachten Pizza. Absolut empfehlenswert also.
Wir spazieren die Váci Utca entlang. Diese ist die bekannteste Einkaufsstraße Budapests. Daher auch Pflichtprogramm und durchaus sehenswert. Richtig interessant wird es, wenn sich Musiker und Straßenkünstler einfinden. Typisches Fußgängerzonen-Flair eben.  Außerdem lohnt sich der Blick nach oben. Die Fassaden der Váci Utca sind teils aufwändig gestaltet.














Abends testen wir das Tinto, eine kleine Tapas-Bar, und sind damit rundum zufrieden.  




Der Tag endet mit einem Abendspaziergang an der nächtlichen Donaupromenade. Wenn man es bisher noch nicht gemerkt hat, hier ist es nun so weit: diese Stadt ist
einfach zum Verlieben!






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Guten Morgen!



Der Tag beginnt mit einem Abstecher in die Vásárcsarnok -  Markthalle - die nur 200m von unserem Hotel entfernt ist.

Im Erdgeschoss befinden sich Markstände mit Obst, Gemüse und allerlei Lebensmittel, auf der oberen Etage Stände mit allerlei Tand und Imbissbuden. Im Keller Fisch- und Wildverkäufer. 

Alleine die Architektur des in den 1890er Jahren errichteten, von Samuel Petz geplanten Gebäudes ist den Besuch wert. Wie die Mátyás templom -  Matthiaskirche – ist sie mit glasierten, bunten Dachziegeln der Zsolnay Porzellanmanufaktur gedeckt.















Weiter geht es – in den Szoborpark, auch als Memento Park bekannt. 
Eine Sammlung von Denkmälern aus der Zeit des Sozialismus, abgebaut und hier wieder aufgestellt. Für uns ein must-see. Etwas schräg, aber interessant. Die Sowjetnostalgie allgegenwärtig. 





















Mittagessen holen wir uns im Lipócia. Klein und fein. Und eine gute Wahl. Klassische, traditionell ungarische Gerichte, wie von Oma zubereitet, in moderner Umgebung. Zum Mitnehmen oder dort essen. 
(Fotos von der Handycam, leider nicht besonders toll ;) )









Und daaaaann, endlich: In die Donut Library! Ein Traum, Traum, Traum für Zuckerfreaks! Wie mich. ;) Da weiß man gar nicht, wo man beim Beischreiben anfangen soll. Beim Erdbeer-Prosecco-Donut. Oder beim Pistazien-Donut. Die große Auswahl reicht von Jack-Donuts (mit Jack Daniel‘s), über Toffee-Donuts, bis hin zu Zitrone-Heidelbeer-Donuts. 
 Dazu der feine Kaffee. Ganz zu schweigen von der heimeligen Einrichtung, mit kleinen liebevollen Details. „Library“ ist übrigens auch tatsächlich so gemeint: Die Bücher auf den Regalen und in allen Winkeln dürfen durchgeblättert, gelesen werden. Hier kann man sich einfach wohlfühlen.




























Nach einem Streifzug durch die Stadt endet der Tag mit einem Gin-Tonic im Fat Mo'sEine Kellerbar mit Flair. Und Live-Musik. 






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Tag 3 beginnt. Unser letzter Tag hier.


Zuerst wird im Cosmo Hotel gut gefrühstückt.



Um in kurzer Zeit noch möglichst viel von der Stadt zu sehen, entscheiden wir uns für eine Tour mit dem Hop-on-hop-off-Bus
Mit ca. 17,-€ pro Ticket, wobei man damit den ganzen Tag 
durch die Stadt fahren kann und auch die Bootsfahrten
inkludiert sind, passt das Preis-Leistungs-Verhältnis aus
unserer Sicht gut.
















Da nun endlich Mittwoch ist, können wir endlich DAS Lokal besuchen, auf das wir uns schon besonders freuen: Das Kiosk. Ehrlich gesagt war dieses auch ein ausschlaggebender Grund, warum wir ausgerechnet nach Budapest wollten. Wir waren einfach neugierig, ob es hält, was es verspricht. 


Es handelt sich dabei um eine Bar, die gleichzeitig Restaurant ist. (Kommt uns doch ein wenig bekannt vor, oder?! ;) -> S'OHO ) Shabby-Chic auf allerhöchstem Niveau bestimmt die Einrichtung, Baustellen-Flair meets Stil. Das Angebot: Internationale Kreativküche mit mediterraner Prägung und starken ungarischen Einflüssen.  Die Küche hochwertig und handwerklich sehr gut umgesetzt. Georg vermutet einen Küchenchef, der bereits auf sehr hohem Niveau gearbeitet hat. 

Mit Getränken, einmal Menü und einmal a la Carte haben wir insgesamt umgerechnet ca. 30€ bezahlt. 

Bekommen haben wir dafür:

Brokkoli-Suppe / Spinat-Risotto mit Schafsfrischkäse / Burger Trilogie ( Mangaliza; Entenleber mit karamelisierten Zwiebeln; Bio-Rindfleisch) / Stubenhendl mit Portweinsauce und Selleriepüree / Orangen-Cheescake mit Himbeereis und Crumble / Strudel mit VanillesauceAm Március 15. Tér ist das Kiosk an prominenter Stelle gelegen und außerdem sehr gut zu erreichen. Direkt davor befindet sich eine großzügige Grünanlage, hier ist es ruhig mit Ausblick auf die Donau.

Eines ist nun klar: Es hält nicht was es verspricht. Es ÜBERTRIFFT alle Erwartungen! Jederzeit wieder, und immer wieder. 



























































Weiter geht’s mit dem Hop-on-hop-off-Bus. 














Zwischendurch  in den Szimpla Kert.  Der Szimpla Kert ist… Nun ja… Man fühlt sich wie Alice, frisch in den Kaninchenbau gefallen. Das Personal ist eher unmotiviert und die ganze Location ranzig, aber man muss es erlebt haben. Muss man einfach. Der Eingang ist ein wenig versteckt (Kaninchenbau eben…), das Suchen lohnt sich aber.

Zum besseren Verständnis: 

„WHAT IS SZIMPLA?

The opening of Szimpla Garden in 2002 has been literally and also symbolically a milestone in the alternative life of Budapest. Converting an old factory into a huge open-air cinema and pub, we were able to create a unique framework for hosting concerts, theatre shows and many different cultural events. Szimpla defines itself as a ’cultural reception space’, indicating our intention to embrace genres and performers off the mainstream, presenting them in an informal atmosphere. Moreover, with constantly supporting initiatives for urban sustainability, Szimpla has been serving as an ultimate incubation house of green ideas from the very beginning.“































Gleich um die Ecke befindet sich der coolste Second-Hand
Shop ever. Szputnyik.
Hier bekommt man gebrauchte Kleidung aber auch Neues aus der eigenen Kollektion. Individueller Vintage-Look, moderner Stilmix – hier wird man fündig.
Meine Beute:









Danach fahren wir mit dem Hop-on-hop-off-Bus noch ins 
Burgviertel hinauf. Genau zur richtigen Zeit, um den 
Sonnenuntergang von dort aus zu erleben.












































Wieder zurück auf der Váci Utca holen wir uns typisch ungarisches Streetfood:  Kürtöskalács, mit Zucker und Zimt.







Jetzt starten wir die Nachttour mit dem Boot. Dauert
ungefähr eine Stunde und führt an den wichtigsten
Sehenswürdigkeiten vorbei. Schön. :)





















Danach zieht es uns nochmal ins Kiosk. Muss man schließlich bei Nacht auch erlebt haben.










































Und dann ab ins Bett…










Gute Nacht!




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Der Tag der Heimreise beginnt. 
Ein paar Stunden bleiben uns noch. Also lassen wir unser 
Gepäck im Hotel und machen noch einen ausgedehnten 
Spaziergang. Von der Váci Utca geht es durch die Gassen bis 
hinauf zum Múzeum körut. 

Dort stolpern wir zufällig über das Cukorka. Ein kleines 
Zuckerl-Geschäft, mit Schaumanufaktur. Einfach toll. <3

















Langsam reißen wir uns los und marschieren zurück. Am 
Rückweg holen wir uns in der Markthalle das für Ungarn 
typischste Street-/Fast-Food. Langos. Natürlich mit 
Sauerrahm und Käse. Mmmmh! 






Langsam reißen wir uns los und marschieren zurück. Am 
Rückweg holen wir uns in der Markthalle das für Ungarn 
typischste Street-/Fast-Food. Langos. Natürlich mit 
Sauerrahm und Käse. Mmmmh!











Baba, geliebtes Budapest! Bis bald, ganz bestimmt!